Eine hochprozentige Exklusivität

Nächsten Dienstag kommt der diesjährige Swisslander-Whisky der Sonnenbräu in den Verkauf. Von den 600 Flaschen sind allerdings die meisten vorab reserviert worden. Nur rund 60 Flaschen sind noch zu haben.
REBSTEIN. Jeweils zum 1. Dezember kommt ein neuer Jahrgang des Swisslander-Whiskys der Brauerei Sonnenbräu in den Verkauf. Der diesjährige reifte wie seine Vorgänger acht Jahre in einem Eichenfass, anders als jene allerdings in einem, in dem zuvor Muskateller lagerte. Die Vorbelegung des Fasses mit dem süssen Weisswein hat sich höchst erfreulich auf den Charakter des Whiskys ausgewirkt.

Nur eine Flasche pro Käufer

Dieser sechste Swisslander-Jahrgang ist wiederum eine Rarität: Nur ein Fass voll ist gebrannt worden. Auch vom Swisslander 2015 gibt es nur 600 Flaschen. Von diesen ist im Verlauf des Jahres bereits der Grossteil über die Swisslander-Homepage reserviert worden. Noch nicht vergeben sind etwa 60 Flaschen, die deshalb kontingentiert sind: Mehr als eine Flasche bekommt ein Käufer nicht.

Der Swisslander-Whisky ist ein Single Malt – unverschnitten und ausschliesslich mit Gerstenmalz als Basis. Arnold Graf hatte mehrere Jahre experimentiert, bis er 2010 den ersten Swisslander für den Verkauf freigab. Der Whisky ist eine private Leidenschaft des Sonnenbräu-Seniorchefs. Umso mehr überraschte ihn der Erfolg. Bereits jener Premierenwhisky war innert kurzer Zeit ausverkauft. Das ist noch immer so und wird vorderhand so bleiben – weil erst ab 2012 grössere Menge gebrannt worden sind, die zudem weiterhin erst nach acht Jahren Lagerung in den Verkauf kommen werden.

Qualität braucht Zeit

Von kürzeren Lagerzeiten hält Arnold Graf nämlich wenig: «Für die Qualität des Whisky ist Zeit entscheidend.» Und eben auch das Fass, in dem er reift. Graf hat darum in den letzten Jahren Eichenholzfässer mit verschiedenen Vorbelegungen gekauft: im einen lagerte zuvor Portwein, im anderen Marc, in einem weiteren Chardonnay … «Wie der Whisky aus diesen Fässern schmeckt, wird sich in einigen Jahren zeigen», sagt Arnold Graf. Er schaut sich auch weiterhin nach alten Holzfässern um. Es werde allerdings zusehends schwieriger, solche zu bekommen: Seit 1999 das über hundert Jahre alte Verbot aufgehoben wurde, aus Getreide Spirituosen zu brennen, haben sich Frau und Herr Schweizer regelrecht in den Whisky verliebt. Immer mehr Destillerien brennen seitdem auch Whisky und benötigen zum Lagern geeignete Fässer.

Trotz des Booms wird der Whisky für die Sonnenbräu eine Liebhaberei neben dem Biergeschäft bleiben. Der Swisslander wird ab 2019 zwar etwas weniger rar sein – aber weiterhin eine Exklusivität des Rheintals. Auch dank Claudia Graf, die das Faible ihres Vaters mittlerweile teilt.

www.swisslander.ch

(Um Missverständnissen vorzubeugen, werden Reservationen für den nächstjährigen Jahrgang erst im neuen Jahr möglich sein.)