Arnold Graf von der Sonnenbrau AG hat gebrannt

Noch schmeckt er ein wenig «schnapsig», doch Arnold Graf von der Rebsteiner Sonnenbräu AG ist überzeugt, dass sein «Ribel-Whisky» in fünf Jahren hervorragend ist.

Rebstein. Die neue Alkoholverordnung vom Juli 1999 erlaubt es, aus sämtlichen Landwirtschafts- produkten Destillate zu erzeu-gen. So hat sich Arnold Graf entschlossen, aus seinem Maisbier «Ribel-Whisky» zu brennen. Bei einem Trip in Schottland merkte er, dass es nur Malz und Eichenfässer braucht, um das edle Getränk zu produzieren.

«Vor allem auf die Fässer kommt es an», betont Graf. So liess er Eichenfässer mit Rheintaler Scholle räuchern und importierte französische und amerikanische Eichenfässer. Gebrannt hat den «Ribel-Whisky» die Marbacher Mosterei Kobelt, mit anfangs 70-prozentigem Alkoholgehalt. Nach halbjähriger Lagerung wurde das Destillat mit Wasser auf 64 Prozent verdünnt und nach einem weiteren halben Jahr schliesslich auf 40 Prozent. Für die 400 Liter Whisky brauchte es 4000 Liter Maisbier. «Ich war überrascht, dass das Destillat nach zwei Jahren wie ein Scotch schmeckte», freut sich Graf. Natürlich kann er nicht sagen, wie sein «Ribel-Whisky» nach 15 Jahren Lagerung mundet, aber er ist überzeugt, dass es ein köst- liches Getränk wird. Graf bezeichnet das Whisky-Brennen als persönliches Hobby. «Keinesfalls ist vorgesehen, dass die Sonnenbräu AG ein zweites Standbein mit Whisky aufbauen will», hält Graf fest. «Das Experimentieren mit dem edlen Gebräu macht mir Freude.» Graf kann sich vorstellen, seinen Whisky als Kundengeschenk zu brauchen.